Skip to main content

Hilft Rotwein bei Cholesterin?

Nach Meinung der Deutschen Herzstiftung in Frankfurt am Main kann Rotwein vor Verkalkungen der Blutgefäße schützen und sogar hohe Cholesterinwerte senken. Der positive Effekt, dass die Gefahr von Herzinfarkten gemindert wird, kann allerdings nur erreicht werden, wenn Rotwein in geringen Mengen pro Tag getrunken wird. Ansonsten ist Alkoholgenuss als schädlich für das Herz-Kreislauf-System zu bewerten. Die Frankfurter Kardiologen berufen sich auf neuste wissenschaftliche Studien, die einen signifikanten Zusammenhang zwischen Rotweingenuss und einem reduzierten Auftreten von Herz-Kreislauf-Erkrankungen erkennen.

 

Rotwein enthält den Gerbstoff Tannin. Tannin ist ein Anti-Oxidans, das heißt es hat im Blut eine oxidationshemmende Wirkung und hindert deshalb die Entstehung des sogenannten schlechten LDL-Cholesterins (Low Density Lipoprotein). Das LDL-Cholesterin wird für viele Herzkrankheiten verantwortlich gemacht, weil es sich an den Wänden der Arterien absetzt und diese mit der Zeit verengt. Der Blut-Durchfluss wird somit erschwert. Außerdem entzieht es dem Blut Sauerstoff, damit wird der Herzmuskel unterversorgt.

 

Anti-oxidative Wirkung als Koronarschutz entfalten drei Phenole, die in jedem Rotwein enthalten sind. Je tanninreicher der Rotwein ist, in umso größeren Mengen sind die Phenole Quercetin, Catechin und Resveratrol enthalten. Außer, dass sie die Oxidation von LDL verhindern, erhöhen sie auch die Produktion des nützlichen HDL-Cholesterins (High Density Lipoprotein) und bilden damit einen effektiven Schutz gegen Blutverfettung.

 

Prof. Giovanni de Gaetano hat als  wissenschaftlicher Mitarbeiter der Berliner Humboldt-Universität 13 Studien mit über 209.000 Menschen ausgewertet. Sein Fazit: Wer mäßig Wein trinkt, hat ein um ca. 30 Prozent reduziertes Risiko, eine Herz-Kreislauf-Erkrankung zu bekommen als jemand, der keinen Wein trinkt. Eine Auswertung von sieben Studien mit 136.000 Biertrinkern erbrachte diese positive Wirkung nicht.

Diese Studien könnten das sogenannte „französische Paradoxon“ erklären, die Feststellung nämlich, dass es in Frankreich lange nicht so viele Herz- und Gefäßerkrankungen gibt wie in anderen Ländern – trotz einer Ernährungsweise mit vielen gesättigten Fettsäuren.


Keine Kommentare vorhanden


Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*